Vorteile der Baufinanzierung
Wenn Sie auf der Suche nach einer Baufinanzierung sind, ist es ratsam, sich mit einigen Grundbegriffen vertraut zu machen, die die Finanzierung einer Immobilie bestimmen. Immobilien werden meist mit einem Annuitätendarlehen finanziert. Ihre monatliche Belastung setzt sich dabei aus einem Zins- und Tilgungsanteil zusammen, mit dem Sie das Finanzierungsdarlehen verzinsen und an die Bank zurückzahlen müssen. Dieser Betrag wird Annuität genannt. Der Zinssatz wird für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben und kann nicht verändert werden. Dies ist die Zinsfestschreibungszeit. Dadurch bleiben die Raten für Ihr Darlehen während der Zinsfestschreibungszeit immer gleich hoch. Die genaue Höhe hängt vom Zinssatz und der Höhe der gewählten Tilgungsrate ab.
Die Annuität bleibt zwar konstant, ihre Zusammensetzung ändert sich aber fortlaufend. Ihre Gesamtschuld nimmt durch die monatliche Tilgung ab, so dass der zu verzinsende Darlehensbetrag immer weniger Zinsen erfordert. Dadurch verschiebt sich der Anteil von Zins und Tilgung innerhalb der Annuität immer weiter in Richtung Tilgung. Allerdings ist es so, dass die Restschuld in den ersten Jahren recht hoch bleibt und erst in den letzten etwa zehn Jahren der Laufzeit des Darlehens stark absinkt. So erklärt sich, dass ein Darlehen mit einem Tilgungssatz von einem Prozent trotzdem nicht erst nach 100 Jahren, sondern bereits nach 25 bis 30 Jahren zurückbezahlt ist. Wenn Sie einen höheren Tilgungsanteil von beispielsweise zwei Prozent wählen, tilgen Sie das Darlehen noch schneller und ersparen sich Zinsen.
Wenn Sie erst später bauen möchten, können Sie bereits heute einen angebotenen günstigen Zinssatz mit Ihrer Bank festschreiben. Sie nehmen damit ein Forward-Darlehen in Anspruch, bei dem Sie meist in den ersten zwölf Monaten noch keine Zinsen zahlen müssen. Sie nutzen damit die Niedrigzinsphase aus und können in Ruhe Ihre Baufinanzierung und Bauplanung vorbereiten.
Die Baufinanzierung richtet sich im Übrigen danach, wie hoch der Beleihungswert Ihrer Immobilie ist. Das ist der Wert, den die Bank im Fall einer Notverwertung der Immobilie für das Objekt sicher erzielen könnte. Der Beleihungswert liegt niedriger als der Bauwert, da die Bank einen Sicherheitsabschlag macht. Von diesem Beleihungswert beleihen die Banken aber meist wiederum nur bis zu einer Beleihungsgrenze von 60 bis 80 %. Den Rest müssen Sie zusätzlich mit einem erhöhten Zinsaufwand finanzieren oder Eigenkapital einbringen.
